Weg mit den Vorurteilen!

Break the Bias: Weg mit den Vorurteilen!" So lautet das Motto des Internationale Frauentages 2022.

Die derzeitigeCorona-Krise und die aktuelle Kriegs-Situation in der Ukraine treffen Frauen besonders hart.

Viele Frauen sind mit ihren Kindern auf der Flucht. Einige sind schon in Ostfriesland angekommen und in Sicherheit. Seniorinnen harren in den gefährdeten Städten aus, auch Frauen kämpfen. Und alle hoffen auf das Ende des Krieges.

Seine Wurzeln hat der Internationale Frauentag in der Arbeiterinnen- Bewegung des späten 19. Jahrhunderts und des frühen 20. Jahrhunderts. Am 8. März 1917, demonstrierten Frauen anlässlich des Weltfrauentages in St.Petersburg.Arbeiterinnen streikten in Fabriken und forderten andere Betriebe dazu auf, sich anzuschließen. Diese Proteste waren einer der Auslöser für die Februarrevolution in Russland.

Aufgrund der epochalen Bedeutung dieser Ereignisse wurde der Internationale Frauentag künftig auf den 8. März festgelegt.

"Breakthe Bias": Brecht die Vorurteile. Am 8. März, dem Weltfrauentag setzen wir ein Zeichen: Wir treten für Gleichberechtigung ein.

Es geht darum, Stereotype und Voreingenommenheiten, die wir alle noch in unseren Köpfen haben, aufzubrechen.

Oft steuern sie unser Handeln und stehen der Geschlechtergerechtigkeit entgegen. Und oft sind wir uns dessen nicht bewusst.

Auch in unserer Gemeinde haben Frauen während der Corona-Pandemie deren Folgen getragen. Viele Frauen arbeiten in systemrelevanten Berufen, oft sind sie unterbezahlt. Während der Pandemie müssen sie Einkommens-Einbußen hinnehmen. Geringfügige Beschäftigungen fielen weg, es kam zu Freistellungen, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit.

Zudem übernehmen Frauen auch heute noch den überwiegenden Teil der Familien- sowie Hausarbeit Und reduzieren dafür ihre Arbeitszeit in ihren Berufen.

Seit mehr als hundert Jahren wird der Internationale Frauentag begangen. Bis heute hat sich für Mädchen und Frauen vieles zum Besseren verändert. Vieles ist erreicht.

Dennoch gibt es noch reichlich zu tun - gerade jetzt in schwierigen Kriegs- und Krisen-Zeiten.

Hinrike Wienkamp, Gleichstellungsbeauftragte Gemeinde Südbrookmerland