Giftige Pflanze bereitet sorgen

Aufforderung zur Bekämpfung der Herkulesstaude/Riesenbärenklau

Die Herkulesstaude, auch Riesenbärenklau genannt, ist eine auffällige und imposante Pflanze. Wegen ihrer Größe und der großen weißen Dolde ist sie zwar schön anzusehen, aber auch sehr giftig. Ihr Pflanzensaft verursacht bei Hautkontakt in Verbindung mit Sonnenlicht eine phytotoxische Reaktion. Auf der Haut bilden sich Blasen, die an eine schwere Verbrennung erinnern und eine Verfärbung, die monatelang anhalten kann. Auch Dämpfe können die Gesundheit beeinträchtigen und z.B. Übelkeit verursachen. Selbst vertrocknete Stängel und Blüten sowie der Samen enthalten noch das gefährliche Furocumarin.

Daher stellt die Pflanze eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit dar.        

Um Sie selbst zu schützen, sowie andere Personen nicht zu gefährden, fordert die Gemeinde alle Betroffenen auf, die Herkulesstaude zu entfernen.

 

Bekämpfungsmethoden und notwendige Schutzmaßnahmen:

Folgende Maßnahmen sind bei der Bekämpfung der Herkulesstaude einzuhalten, um gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorzubeugen:

·         Schutzkleidung ist unbedingt notwendig (lange Hose, dicker Pullover, Schutzbrille, Gesichtsschutz und vor allem Handschuhe)

·         Pflanzen nach Möglichkeit in der Dämmerung oder bei starker Bewölkung entfernen.

·         Gesicht und Hände sollten zusätzlich mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor geschützt werden.

Die Bekämpfung der Herkulesstaude ist langwierig und arbeitsintensiv. Deshalb sollte man die Bekämpfung außerhalb des eigenen Gartens auf Gemeindeebene gemeinsam mit Fachleuten durchführen.

Folgende Bekämpfungsmöglichkeiten gibt es:

·         Ausgraben der Pflanzen im April oder Mai, wenn ihr Wachstum gerade beginnt. Wird die Wurzel in 15 cm Bodentiefe abgestochen, ist ein Neuaustrieb kaum möglich. Allerdings ist eine Erfolgskontrolle notwendig.

·         Während der Blütezeit ab Juni müssen zuerst die Blütendolden abgehackt werden, bevor der Rest der Pflanze entfernt wird (Vorsicht mit Pflanzensaftspritzern). Dabei muss ein Abfallen der Samen vermieden werden, weil diese nachreifen.

·         Hängen noch Dolden an der Pflanze aus dem Vorjahr, müssen diese besonders umsichtig entfernt werden, wenn sie noch Samen enthält. Die Fruchtdolden sollten möglichst an Ort und Stelle verbrannt werden.

·         Auf größeren zusammenhängenden Flächen eignet sich die Mahd der Pflanzen. Damit beginnt man am besten kurz vor der Blüte. Zu diesem Zeitpunkt schwächt man die Pflanze am meisten. Allerdings muss die Mahd, einmal angefangen, ca. 5-6-mal im Abstand von jeweils 10 Tagen wiederholt werden, da die Herkulesstaude bereits 14 Tage nach der Mahd, teilweise in weniger als 10 cm Höhe, wieder Blüten ausbildet. Nur diese häufige Wiederholung verspricht Erfolg.

·         Einzelne neue Keimlinge können mit der Hacke entfernt werden.

Zu einer dauerhaften Entfernung der Herkulesstaude gehören auch mehrjährige Nachkontrollen im Mai/Juni, denn der Samen kann noch im Boden sein und Jahre später erst auskeimen. Dichte Grasnaben verhindern, dass die am Boden liegenden Samen nicht zum Keimen kommen.

Was, wenn es zu einem Kontakt mit der Herkulesstaude kam?

Hat man die Herkulesstaude angefasst, bzw. besteht der Verdacht, dies getan zu haben, so sollte man sofort die Sonne, 2-3 Tage, meiden. Die betroffenen Flächen sollten, auch wenn noch keine Reaktion sichtbar ist, gründlich mit Wasser und Seife abgewaschen werden. Sinnvoll ist es, anschließend eine Sonnenschutzcreme aufzutragen.

 

Haben Sie weitere Fragen und wünschen?
Ansprechpartnerin zu dieser Problematik ist Frau Nadine Tragust
Westvictorburer Straße 2
26624 Südbrookmerland

Telefon: 04942 / 209 110
eMail: n.tragust@suedbrookmerland.de