Warum eine reine Sanierung nicht ausreicht
Der Schwarze Weg ist seit Jahren eine stark sanierungsbedürftige Verbindungs- bzw. Durchgangsstraße. Aufgrund ihrer Beschaffenheit reicht eine einfache Sanierung dieser Gemeindestraße jedoch nicht mehr aus; erforderlich ist ein kompletter Ausbau in seiner Gesamtheit inklusive Unterbau, Nebenanlagen und Entwässerung – ähnlich wie es vor einigen Jahren bereits mit einer hohen Landesförderung beabsichtigt war.
Finanzierung und Priorität
Ein solches Ausbauprojekt erfordert Finanzmittel in Millionenhöhe, die der Gemeinde – neben allen anderen zu bewältigenden Aufgaben und Straßen – nicht zur Verfügung stehen. In der gemeindlichen Prioritätenliste für die Sanierung und den Ausbau von Gemeindestraßen nimmt der Schwarze Weg in Abstimmung von Verwaltung und Politik jedoch einen oberen Platz ein.
Um das Projekt dennoch zu stemmen, wird angestrebt, den Schwarzen Weg – vergleichbar mit dem Ritzweg und dem zukünftig vorgesehenen Mittelweg – mit Hilfe von Landesfördermitteln aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) auszubauen. Die entsprechende Vorbereitung und Antragstellung erfolgt über die Gemeindeverwaltung. Da solche Verfahren naturgemäß mehrere Jahre in Anspruch nehmen, können notwendige Übergangslösungen nicht aufgeschoben werden.
Aktuelle Maßnahmen und Beteiligung der Versorgungsunternehmen
Bei den jüngsten Arbeiten im und am Schwarzen Weg handelt es sich daher um unaufschiebbare Sanierungsmaßnahmen, die unabhängig vom großen Ausbau stattfinden:
- In den vergangenen Jahren wurden die Nebenanlagen bereits abschnittsweise durch Fachfirmen und die gemeindeeigene Pflasterkolonne instand gesetzt.
- Zu Beginn dieses Jahres kündigten die EWE und der OOWV an, dass eine Sanierung ihrer Leitungen im Schwarzen Weg unumgänglich ist.
- Um die erst kürzlich sanierten Nebenanlagen zu schützen, wurde in Abstimmung vereinbart, die neuen Leitungen in einem rund 1,50 Meter breiten Streifen am Fahrbahnrand zu verlegen. Die Versorgungsunternehmen übernehmen dabei die Aufnahme und Erneuerung der Pflasterung in diesem Bereich, da die alten Steine größtenteils nicht wiederverwendet werden konnten.
Ausblick
Bis zur Klärung der Finanzierung und der Bereitstellung entsprechender Förder- und Haushaltsmittel ist ein umfassender Gesamtausbau der Straße kaum möglich. Die aktuellen Arbeiten beschränken sich demnach auf die Bereiche, die im Zuge der Leitungsarbeiten der Versorgungsunternehmen betroffen sind.
Der erste Teilabschnitt von der Bundesstraße bis zur Steinstraße ist inzwischen fertiggestellt. Der weitere befindet sich in der Umsetzung.
Ein abschließender Gesamtausbau des Schwarzen Wegs kann somit erst dann geprüft und umgesetzt werden, wenn die erforderlichen finanziellen Voraussetzungen geschaffen sind.