In einer Mitteilung wurde auf die Streu- und Räumpflicht der Bürger hingewiesen, während in der anderen informiert wurde, dass es in den hiesigen Kommunen zu Engpässen bei der Lieferung von Streusalz gekommen ist.
Die unterschiedliche Natur dieser beiden Veröffentlichungen hat offenbar bei vielen Bürgern zu Verwirrungen und Missverständnissen geführt. Um diese möglichst auszuräumen, möchten wir hiermit näher auf die Hintergründe eingehen:
Der Hinweis zur Streu- und Räumpflicht wurde umgehend vom Ordnungsamt erstellt, nachdem mehrere Bürger sich bei der Gemeindeverwaltung beschwert hatten, dass nicht alle Anwohner/ Anlieger ihren Pflichten nachkommen. In den vergangenen Tagen kam es bereits zu vereinzelten Stürzen auf den Gehwegen, was die Verwaltung zu einem entsprechenden Handeln veranlasste. Ziel dieser Mitteilung war es, die Bevölkerung zu sensibilisieren, insbesondere aber auch darauf aufmerksam zu machen, dass es etwaige Verpflichtungen für Anwohner und Anlieger gibt, die sich auf Maßnahmen der Räumung beziehen. Vor allem aber auch um Gefahren abzuwehren und Unfälle zu vermeiden, die mögliche rechtliche Konsequenzen (Regressansprüche) nach sich ziehen können. Stichpunktartige Kontrollen, die durchaus möglich sind, sollen ebenfalls zur Sensibilisierung beitragen. Insbesondere bevor weitergehende Schritte unternommen werden müssen.
Wohlwissend, dass bei Extremwettersituationen, wie jenen die gegenwärtig vorherrschen, der Räumpflicht nur unter sehr schweren Rahmenbedingungen nachgekommen werden kann.
Die zweite Mitteilung bezog sich auf die aktuellen Lieferengpässe bei Streusalz. Der Bauhof der Gemeinde konnte aufgrund des Mangels an Streusalz nur noch eingeschränkt räumen. Es ist wichtig zu betonen, dass das Ausbleiben der Lieferungen nicht auf ein Versäumnis der Gemeinde zurückzuführen ist. Einfach und allein liegt es hier an der Tatsache, dass selbst der bisherige vertraglich gesicherte Salzlieferant sich aufgrund von „Salzmangel“ nicht in der Lage sah, den Nachlieferungen nachzukommen. Wir haben jedoch bereits andere Kontakt hergestellt, um zusätzliche Vorräte zu organisieren bzw. zu sichern, um hiermit der Engpasssituation entgegenzuwirken.
Darüber hinaus bitten wir alle Bürger bei solchen Extremlagen um gegenseitige Unterstützung und gegenseitiges Verständnis. Wir sind zuversichtlich, dass wir uns gemeinsam auch diesen Herausforderungen im Rahmen der Möglichkeiten stellen werden können.