Sehr geehrte Damen und Herren!
Am gestrigen Mittwoch machte sich eine Abordnung aus der Verwaltung der Gemeinde Südbrookmerland auf den Weg zum Niedersächsischen Landtag nach Hannover.
Diese setzte sich zusammen aus BGM Thomas Erdwiens, dem Allgemeinen Vertreter Wilfried Müller, dem kommissarischen Bauamtsleiter Frank Süßen und der Stabsstellen- Mitarbeiterin Anja Dziarnowski.
Wiard Siebels hatte das Treffen organisiert und damit seine Zusage eingelöst, eine Abordnung der Gemeindeverwaltung nach Hannover einzuladen. Im Rahmen des Termins kam es zu einem Austausch mit dem Niedersächsischen Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne. An dem Gespräch nahmen zudem die Referatsleiterin im Wirtschaftsministerium Carla Eickmann sowie der Landrat des Landkreises Aurich Olaf Meinen teil.
Bereits die Anreise der Delegation gestaltete sich ungewöhnlich. Nichts ahnend, dass ihnen eine "abenteuerliche Bahnreise" bevorsteht, begann die Fahrt mit der Bahn am frühen Vormittag in Marienhafe. Von kleinen unabdingbaren und nicht vorhersehbaren Stopps endete dann für einen längeren Zeitraum die Bahnfahrt kurz vor Bremen, zumal der dortige Hauptbahnhof aufgrund einer Bombendrohung geräumt werden musste. Nach einem längeren Aufenthalt vor Bremen im Zug ging es dann weiter, wobei Bremen umfahren werden musste. Letztendlich endete die Fahrt mit dem "Regio-Express", welcher eigentlich bis Hannover durchfahren sollte, dann in Nienburg. Ein dortiger Umstieg in eine andere Bahn-Anbindung führte dann weiter nach Hannover in die Landeshauptstadt. Trotz dieser Verzögerungen gelang es der Gruppe, rechtzeitig zum vereinbarten Termin im Niedersächsischen Landtag in Hannover einzutreffen.
Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die geplante Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Aurich und Abelitz für den öffentlichen Personennahverkehr. Die Vertreter der Gemeinde Südbrookmerland machten dabei deutlich, dass die Kommune als besonders betroffene Gemeinde aus ihrer Sicht zu spät in das laufende Verfahren eingebunden worden sei. Zudem wurden die Inhalte der vorliegenden Machbarkeitsstudie als teilweise sehr einschneidend, unverhältnismäßig und schwer vertretbar bewertet.
Seitens des Wirtschaftsministeriums wurde hingegen auf die möglichen Vorteile und die langfristig zukunftsorientierte Ausrichtung einer Reaktivierung hingewiesen, die im öffentlichen Interesse liege. Zugleich betonten die Vertreter des Ministeriums mehrfach, dass es sich bei der vorliegenden Machbarkeitsstudie zunächst um eine Untersuchung und nicht um ein bereits beschlossenes Maßnahmenpaket handele. Eine endgültige Entscheidung über die Umsetzung der Reaktivierung stehe weiterhin aus.
Im Verlauf des sachlichen und konstruktiven Austausches konnten verschiedene Fragen der Delegation beantwortet werden. Darüber hinaus sagte das Ministerium zu, sich inhaltlich mit der vom Gemeinderat verabschiedeten Resolution zu befassen und der Gemeinde hierzu eine schriftliche Stellungnahme zukommen zu lassen. Die Resolution wurde von Bürgermeister Thomas Erdwiens im Rahmen des Termins persönlich an Minister Grant Hendrik Tonne, dem Landtagsabgeordneten Wiard Siebels sowie Landrat Olaf Meinen übergeben.
Nach Abschluss des Gesprächs trat die Delegation die Rückreise von Hannover nach Marienhafe an, die anschließend ohne Zwischenfälle verlief.